Von Palästina nach Deutschland

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Austauschschüler gewesen – lebenslang Vorteile

Fadi (vorne links) tanzt traditionellen palästinensischen Dabke-Tanz in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Beit Sahour während einer Schulvorstellung im Jahr 2016. Foto von Ben Gray / ELCJHL

von Fadi Elyateem

Austauschschüler gewesen – lebenslang Vorteile

Ein ganzes Schuljahr verbrachte ich als Austauschschüler in Deutschland, um genauer zu sein: in Xanten. Dort besuchte ich das Gymnasium und wohnte bei zwei extrem verschiedenen Gastfamilien. Eine tolle Erfahrung war das, wodurch ich viel über Deutschland, andere Länder, sowohl die englische Sprache als auch die deutsche Sprache kennenlernte.

Xanten ist die Partnerstadt von meiner Heimatstadt Beit Sahour. Das Gymnasium in Xanten hat auch eine Partnerschaft mit meiner Schule, die Evangelische Lutherische Schule in Beit Sahour. Das machte die Wahrscheinlichkeit hoch, in das Gymnasium in Xanten rein zu kommen. Dort ging ich in eine internationale und englischsprachige Klasse, die Europaklasse.

Durch die Europaklasse hatte man Gelegenheiten, über viele andere Länder mehr kennenzulernen, weil sich in der Klasse 21 Schüler mit 8 verschiedenen Nationalitäten befanden. Schüler aus Deutschland, Spanien, Italien, der Türkei, Montenegro, den USA, Bulgarien und natürlich Palästina nahmen in der Klasse teil. Das hat meine Wissen über diese vielen Länder verbessert.

In meinem Austauschjahr wohnte ich bei zwei Gastfamilien. Von den beiden Familien lernte ich die deutsche Sprache und lernte auch viel über die deutsche Kultur kennen. Die erste Gastfamilie wohnte in der Stadt Xanten, kochte modernes Essen und war atheistisch. Da ich aus christlichem Hintergrund komme, war das für mich am Anfang sehr komisch. Durch die Zeit erfuhr ich viel über die Atheistin und dessen Leben. Nach einem halben Jahr bei dieser Familie konnte ich anders und kritisch darüber denken.

 Die zweite Gastfamilie war extrem anders als die erste Gastfamilie. Sie wohnte auf dem Land irgendwo weit von Xanten, kochte oft Bauernessen und war Christ. Zur Schule musste ich zuerst Fahrrad fahren und dann den Bus zur Schule nehmen, wobei ich bei der ersten Familie mit dem Fahrrad 5 Minuten bis zur Schule brauchte. Die zweite Familie hatte viele Kinder, die immer zusammen aßen. Vor und nach dem Essen wurde gebetet und sie gingen fast jeden Sonntag zum Gottesdienst. Das änderte meine Sicht auf andere Konfession en des christlichen Glaubenes und konnte nachher noch kritischer darüber denken.

Eine dritte Gastfamilie gab es auch. Bei der lebte ich nicht, sondern spielte Posaune in ihrem Posaunenchor. Der Mann war der Posaunenchorleiter. Sie fuhren mich immer von und nach Hause. Mit dieser Familie hatte ich viel Spaß und verbrachte mit der viel Zeit, weil wir viele Proben und Konzerte hatten. Die Frau ist eine Proffesorin an der Universität Duisburg-Essen. Mit ihr war ich mehrmals an der Universität und konnte einen Sprachtest machen, der bescheinigte, dass ich an der Universität Duisburg-Essen studieren darf, ohne andere Sprachkenntnisse zu haben.

Da die Evangelische Lutherische Schule in Beit Sahour eine PASCH- Schule ist, durfte ich den Sprachtest Deutsches Sprachdiplom Stufe Zwei (DSD II) schreiben und absolvieren. Damit hatte ich die Möglichkeit überall in Deutschland zu studieren und ein Stipendium von DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) zu beantragen, dessen Voraussetung war, die Bestehung des DSD-II und ein Schüler an einer PASCH-Schule zu sein.

Ich bekam letztens das Stipendium und einen Studienplatz für ein. Medizin Studium an der Universität Duisburg-Essen. Ohne das Austauschjahr kann ich mir nicht vorstellen, wie mein Leben wäre.

 Das Austauschjahr in Deutschland veränderte mein Leben. Wegen des Jahres kann ich fließend Deutsch, lernte die deutsche Kultur und viele Leute kennen und finde jetzt immer in Deutschland Hilfe. Je mehr man Leute man kennt, desto einfacher und schöner das Leben. Deswegen bedanke ich mich bei alle Leuten, die ich in dem Jahr kennenlernen durfte. Zuletzt möchte ich der Evangelischen Lutherischen Schule und deren Lehrern danken, weil sie mir viele Möglichkeiten und Chancen gaben und mich, um mein Ziel zu erreichen, unterstützten. Vielen Dank!